Niedrig-Zins führt zu überzogenen Preisen

Die anhaltende Niedrigzinsphase treibt unschöne Blüten auf dem heimischen Markt: Seit Monaten wächst die Zahl angebotener Immobilien, die völlig überteuert sind.: Unseriöse Anbieter wollen davon profitieren, dass bei den Anlegern der Druck wächst, schlechtverzinste Spargroschen in Betongold umzutauschen.
Wer sich lange nicht mit den Preisen von Immobilien beschäftigt hat, ist hoch gefährdet, zum Opfer zu werden. Viele Altbauten müssten ob ihres hohen Energieverbrauchs eigentlich viel billiger sein. Nur die hohe Nachfrage hält die Preise noch hoch. Auf der anderen Seite ist Bauen heute einfach teurer – schon aufgrund des gesetzlich geforderten, niedrigen Energiebedarfs. Aber so teuer?

Viel Geld und damit auch viel Ärger ersparen kann eine Immobilienbewertung vom Profi. Manche Projekte können schon anhand des Exposés geprüft werden, bei älteren muss man auch schon mal in den Keller und auf den Dachboden steigen, um die Schwächen eines Hauses zu finden. Neben einem angemessenen Preis wird am Ende auch eine Liste von Gründen auf dem Papier stehen, mit denen die Kaufinteressenten bestens vorbereitet in die Gespräche mit dem Anbieter gehen können.

Oft bringt eine unabhängige Wertschätzung den verlangten Preis ins Wanken. Dazu Immobiliensachverständige Petra Käuper: „Kosten und Aufwand für eine Bewertung zahlen sich in den allermeisten Fällen aus.“ Beharrt der Verkäufer dennoch auf seinem zu hohen Preis, springen die meisten Kaufinteressenten ab. Niemand will völlig überteuert kaufen.